Schweiz: wie weiter mit der #SRG?

Am vergangenen Wochenende votierten die Schweizer und Schweizerinnen in einem Volksentscheid mit mehrheitlich für die Rundfunkbeiträge und damit für den Erhalt der öffentlich-rechtlichen Medien in der Schweiz.

Doch wie geht es nun weiter? Immer lauter werden die Stimmen, die eine Reform des Schweizer öffentlich-rechtlichen Rundfunks SRG fordern. Schon wird in erster Linie über Einsparungen diskutiert.

Dabei ist die SRG schon weiter. SRG Direktor Gilles Marchand fordert beispielsweise den Ausbau des Dialogs mit dem Bürger (oder contribution to society wie er in Anlehnung an die EBU Vision 2020 formuliert) – auch eine Kernforderung der Initiative Publikumsrat, die wir seit nunmehr 5 Jahren wiederholen.

Die Schweizer NGO Republik stellt die Einsparziele der Politik in Frage und zitiert stattdessen die Debatte in Deutschland, die ganz wesentlich von 10 Thesen zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geprägt wird.

„Die Schweizer Parteien machen mit ihrem Fokus auf die Einsparungen beim Service public genau das Gegenteil dessen, was deutsche Wissenschaftler und Medienexpertinnen in einem Thesenpapier für die «nötigen Reformen» des öffentlichen Rundfunks empfehlen: «Der Auftrag bestimmt den Beitrag, nicht umgekehrt.» Die Reformen dürften «nicht in erster Linie von Einsparüberlegungen geprägt sein».“

Die Verleger wollen weiter gegen die SRG lobbyieren. Wie der Beitrag weiter detailliert darlegt, verhinderten sie bisher ein umfassendes Webangebot des Senders. Doch das braucht es, um die Jungen zu erreichen. Nun wird klar, warum die Verlger die SRG schwächen wollen – ohne Internetangebot keine Zukunft der SRG! Denn um den Werbemarkt kann es nicht gehen, weil der öffentlich-rechtliche Sender werbefrei ist.

 

07. März 2018 von Christine Horz
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