In eigener Sache: Podcast über journalistische Arbeit und Publikumsräte

Sabine Schiffer, Mitbegründerin der Initaitive für einen Publikumsrat hat dem Journalisten Peter Welchering („Aus dem journalistischen Maschinenraum“) ein erhellendes Interview zu den Hintergründen und dem Selbstverständnis des Journalismus gegeben.

Interessant wird es vor allem, als die journalistischen Ängste auf die medienwissenschaftliche Sicht trifft und das Thema der Publikumsräte intensiv im Interview zum Tragen kommt. Schiffer macht deutlich, dass an Media Governance, also der Beteiligung der Bürger an einer nachhaltigen Medienpolitik, mittelfristig nicht herumzukommen ist. Denn Politik, auch Medienpolitik, kann nicht tragfähig sein, wenn sie ohne die Bürger gemacht wird. Dies diene auch dem Journalismus, denn dieser werde mehr und mehr öknomomisiert und gerät dadurch weiter unter Druck. Eine gute journalistische Arbeit sei so immer schwerer zu leisten. Hier braucht auch der Journalismus Input der Bürger.

Natürlich ließe sich hier einwenden, dass längst nicht alle den Medien wohlgesonnen sind. Umso wichtiger wäre es, das Wissen über Medien und journalistisches Arbeiten durch Publikumsräte in die breite Bevölkerung zu tragen. So könnten die eklatanten Wissenslücken über die Funktionsweise des Journalismus zumindest ansatzweise geschlossen werden, die zumindest in Teilen der Bevölkerung die Ursache für eine Medienskepsis sind.

Sehr hörenswerter Podcast! Für Mediennutzende, wie auch für JournalistInnen und EntscheiderInnen in den Sendern ein spannender und verständlich formulierter Einblick in aktuelle medienpolitische Debatten – die uns alle angehen!

 

26. August 2021 von Christine Horz
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