Reaktionen und Meinungen

Manoute

Gute Sache! Es wird wirklich Zeit das es so einen Rat gibt: der jurnalistische Qualität wieder über Quote hebt. Doch es wird wohl ein starkes Stück ihn vorbei an Parteiklüngelei zu implementieren.. Nur Mut!


auf Wunsch der Einsendenden anonymisiert

Ich möchte Ihnen danken, dass Sie diesen Weg gehen. Aus meiner Sicht ist es dringend erforderlich, ein Zeichen zu setzen, damit in den öffentlich-rechtlichen Programmen mehr Respekt vor dem Interviewpartner (vor)gelebt wird, auch vor einem Andersdenkenden. Subtile Gemeinheiten, wie sie von Markus Lanz schon von Anbeginn wichtiger Part seiner Talk-Art sind, rufen förmlich danach, dass Grenzen aufgezeigt werden. Bei Harald Schmidt weiß man, dass da ein Zyniker intelligente Hiebe austeilt, bei einem Talker mit freundlichem Gesicht (und aufgeblähtem Ego) muss man Anstand und Respekt erwarten dürfen. Vielen Dank also nochmals für Ihre Initiative!


Dr. Uwe Krüger, Universität Leipzig

Markus Lanz hat mit seiner Kindergarten-Inquisition von Sahra Wagenknecht eine schlechte Figur gemacht, doch es geht nicht um seine Person. Es geht um die Strukturen und Interessen hinter Lanz. Lanz hat lediglich – und zwar offensichtlich unter großer innerer Anspannung – als Ideologiewächter fungiert und den Eliten-Konsens in Sachen Europa gegen die Herausforderin verteidigt. Das Problem liegt also tiefer, nämlich in der Konformität der Anstalten mit dem Meinungsmainstream, der sich am Konsens der Eliten orientiert.
Ein staatsferner und kritischer Publikumsrat mit konkreten Einflussmöglichkeiten könnte hier ein Korrektiv bilden und die Rundfunkanstalten kontinuierlich mit den Ansichten und Interessen von Nicht-Eliten konfrontieren – die die Anstalten ja schließlich auch repräsentieren sollen.


Alfred Becker, Berlin

Es zeugt schon von einer mächtigen Arroganz sowohl von Lanz als auch vom ZDF (Berliner Zeitung 25.01. Seite 31, rechts), die berechtigten Kritiken der Zuschauer und Gebührenzahler mit billigen Zurechtweisungen ab zu tun. Die Programme von ARD und ZDF sind langweilig, viele Wiederholungen, Kochsendungen, irgendwelche langweiligen Gesprächsrunden, die nur einen befriedigen – den Fernsehmoderator, der sich in der Regel als Väterchen „Allwissend“ aufführt. Das man von der Politik auch noch so vergewaltigt wird und diesem Unsinn (Zwangsabgabe!) nichts entgegensetzen kann, kann kein Ausdruck von Demokratie sein.


Roland Kahl

Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde Ihre Zielsetzung notwendig und gut. Meine kürzlich aufgesetzte Petition geht in die gleiche Richtung die Sie verfolgen. Siehe: https://www.openpetition.de/petition/online/mehr-sachlichkeit-im-journalismus-schlechtes-beispiel-hans-ulrich-joerges Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, gerne werde ich Ihren Link in meinem Netzwerk teilen, weiterleiten und verbreiten. Ich glaube ebenfalls dass in letzter Zeit bei vielen Leuten ein „Es reicht“ Zustand erreicht worden ist, wie man in der Lanz-Sache deutlich sieht. Einstweilen verbleibe ich mit herzlichen Grüßen und wünsche Ihnen viel Erfolg (den ich gerne in Form von Kommunikation unterstütze).


auf Wunsch des Einsendenden anonymisiert

Ich möchte sehr viel weniger Krimis, Thriller und Horror im TV-Programm. Mehr informationen über die wirklichen Abläufe unseres Weltgeschehens, mehr Hintergrundwissen derselbigen und das in einer Zeit, wo man normalerweise noch nicht schlafen geht! Derzeit schaue ich überwiegend das Programm von Arte, Phönix, und 3 Sat.


Philipp Anz

Will mitwirken an einer informativen, niveauvollen, aber auch hin und wieder, locken Unterhaltung im Programm von ARD und ZDF! – Aber auch mehr Demokratie wagen! – Der Intendant muss direkt durch sie Zuschauer gewählt werden, ebenso der Programm-Chef! – Ebenso, müssen teure Investitionen wie Sportrechte, per Plebiszit vergeben werden! –

29. Januar 2014 von admin
Kategorien: Aktuelles, Reaktionen und Meinungen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 12 Kommentare

Kommentare (12)

  1. Anfang der 1970er-Jahre haben wir noch im Studium (Marketing, Kommunikationsgestaltung) gelernt:
    „Ein Kunde der sich offen artikuliert – ob kritisch oder lobend – repräsentiert zirka zehn weitere.”
    Inzwischen hat sich das Verhältnis etwa verzehnfacht: Einer der sich artikuliert, repräsentiert annähernd 100 andere. Bei der herrschenden Informationsflut artikulieren sich eher immer weniger Menschen zu dem was auf sie einstürmt. Lernen die Macher des ZDF auf ihren Manager-Akademien und -Seminaren solche Weisheiten nicht mehr? Wenn sich also bei OpenPetition 231.245 Unterzeichner (Stand: 30.1.2014) für eine Petition gegen eine ZDF-Sendung finden, repräsentieren sie annähernd 20 Millionen unzufriedene Zuschauer. Das sollte doch den ZDF-Oberen sehr zu denken geben, oder?

    • Das waren die alten Garden beim ZDF die noch anständig und auf das Publikum abgestimmte Sendungen gefahren haben.
      Die neue Garde ist unähig und driftet zusehends immer mehr in das Genre der Privaten ab.
      Ich frage mich,womit die Macher neim ZDF ihre Gehälter, die ja von uns Zuschauern bezahlt werden,
      überaupt verdient haben. Jedenfalls nicht für den Mist, den Herr Lanz ja nicht zum ersten Mal verzapft hat. Auch „Wetten Das“ ist auf ein Niveau abgerutscht, so dass man befürchten muss, das wir auch bei diesem Sender bald Gossensendungen haben werden

    • Sie werden aber nicht lange darüber nachdenken, weil sie zu verwirrt sind. Denn sie erhalten solche Art ‚Rückmeldungen‘ ihres Publikums normalerweise nicht. Die ZDF-Oberen betrachten sehr wahrscheinlich ausschliesslich Einschaltquoten und die veröffentlichte Meinung, sonst nichts. Wenn sich das TV-Publikums überhaupt einmal bei einem Sender meldet, dann mit Beschwerden über die Kleidung von Moderatoren, oder über zu spät, zu früh oder garnicht mehr gesendetes Unterhaltungsprogramm. Aber in dieser Reihenfolge. Haben Sie sich schonmal, warum auch immer, an einen Fernsehsender gewendet ?
      Vielleicht sollte man jedem/r User/in dieser oder ähnlicher Plattformen einmal diese Frage stellen. Wenn dann wohlmöglich dabei herauskommt, daß die Unterstützerzahlen der Lanz-Petition annähernd auch schon in den Briefkästen des ZDF gelandet sind – dann muss man sich noch über ganz andere, publikumsverachtende Verhaltensweisen nicht nur der “ZDF-Oberen‘ unterhalten.
      Deshalb jedenfalls finde ich Initiativen wie diese hier sehr interessant und unterstützendwert. Und ich drücke allen Beteiligten die Daumen.

  2. Es ist nicht zu verstehen, das man sich hinstellt und sagt Lanz hat bis dato gute Arbeit geleistet, die eine Sendung die so naja daneben ging wuerde da nicht zaehlen.Es war nicht nur eine Sendung in der er sich daneben benahm mir sind mehrere aufgefallen.Er versucht sich nun kleiner zu halten aber immer mit einem lacher in seinem ach so tollem Gesicht.Meine Herren nicht alles kann man so labidar weglaecheln.Schluss damit!

  3. Seit dem diese Seite hier eingerichtet wurde schaue ich jeden Tag hier hinein, alle motzen, sind am herumschimpfen aber nur ein Bruchteil der Zuschauer sagt die offene Meinung dazu, ich habe durch Zufall davon gehoert das es diese Seite gibt.Nun hoffe ich das es sich schnell herumspricht, weil wen nicht dann haben wir nichts erreicht und werden beobachtet und man lacht sich eins, wollen wir das erreichen.
    l

  4. Pingback: Programmbeschwerde an den ZDF Fernsehrat | PUBLIKUMSRAT

  5. ich bin durch zufall auf diese Seite gestoßen und finde es gut das mal jemand die initiative ergreift um dieser verblödung der Bevölkerung durch die medien einhalt zu gebieten.Aber ich denke es dürfte schwer werden gegen diese ganze Medienmaschienerie einen Publikumsrat zu etablieren.Ich werde jetzt öfters mal hier reinschauen ob sich etwas tut.Weiterhin wünsche ich ihnen mit ihrem ansinnen viel erfolg.

  6. Die Herren der ZDF-Verwaltungsetage haben bisher offenbar noch nicht realisiert, daß das Internet mit den Petitionsmöglichkeiten eine neue Form des erwachenden Bürgerwillens darstellt. Dieser kann noch soweit gehen, daß die Unterzeichner einfach mal so den Geldhahn für die Gebühr zudrehen, denn schließlich ist ein Preis immer eine Bezahlung von Leistung. Und darüber darf der Zuschauer/Zuhörer doch selbst bestimmen, oder hat sich da inzwischen was dran geändert?

  7. Diese Initiative ist schon lange überfällig.
    Hoffentlich ergeht daraus eine Institution, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk hilft, auf den von den Schöpfern des öffentlich-rechtlichen Rundfunkgedankens ursprünglich gewünschten Weg zurück zu kehren.
    Also Förderung der Meinungsbildung und -vielfalt, Förderung der Kultur, Förderung der allgemeinen Bildung sowie der politischen Bildung im speziellen, unabhängige Informationsversorgung und Kontrolle der Organe der Gewaltenteilung Legislative, Judikative, Exekutive und das unter Berücksichtigung der Grundsätze der Objektivität, Neutralität und Fairness.

    Die dank Gebührenerhebung jederzeit scheinbar im Überfluss gesicherte Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien weckt in mir die Erwartung, dass der öffentliche Gedanke vorrangig verfolgt wird.

    Aber wie sieht die Realität aus?
    Die Grenzen zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk verschwimmen.
    Dazu tragen insbesondere die Austauschbarkeit der sog. „Formate“ sowie der Moderatoren bei.
    In politischen Diskussionsrunden ergreifen öffentlich-rechtliche Moderatoren zunehmend Partei. Gelegentlich drängt sich mir der Gedanke auf, in diesem Land habe sich ein parteiisches Staatsfernsehen etabliert, in dem die Leistungen der Regierung glorifiziert und anders Denkende diffamiert werden.
    Für die Übertragungsrechte von Fussball-Großereignissen sowie für fragwürdige Unterhaltungsshows werden exorbitante Summen ausgegeben, während Bildungsangebote größtenteils in Spartenkanäle verschoben werden.
    Und wer durch die „Dritten“ Programme streift, der muss unweigerlich glauben, dass jeder größeren deutschen Stadt ein eigener Kanal zusteht.

    Zudem darf die propagierte Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund bezweifelt werden, dass die Finanzversorgung den politischen Landesfürsten der Bundesländer obliegt.
    Einzig wundert mich dabei, dass kritische investigative Sendungen noch ausgestrahlt werden dürfen.

    Sollte der angedachte Publikumsrat in der Lage sein, diese Miss-Stände zumindest einmal in die öffentliche Diskussion zu bringen, wäre der erste Schritt zu einem besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegangen.

    Also: von ganzem Herzen wünsche ich viel Erfolg!

    Schlussendlich bleibt für mich nur noch übrig, eine Frage zu stellen:
    Wie kann ich mich bei Ihnen einbringen?

  8. Jede Initiative, die zur mehr Einfluss der Bürger und Rundfunkbeitragszahler führt, ist zu begrüßen. Schließlich haben wir Beitragszahler bisher gar keinen Einfluss.
    Allerdings werden kleine Anpassungen, wie die Schaffung eines Publikumsrates, ein bißchen mehr Transparenz und eine Reform der Rundfunk- und Fernsehräte, das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht retten können.
    Um alle Rundfunkbeitragszahler gleichermaßen zufriedenzustellen, braucht es eine Entpolitisierung und Entlobbysierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Rundfunk muss sich organisatorisch und strukturell vollkommen wandeln, um überleben zu können.
    Richtig kann es auch nicht sein, die Mehreinnahmen den gewünschten Reförmchen zu Gute kommen zu lassen. Denn wenn man sich die über 60 Radiosender, die über 20 TV-Sender und die zahllosen Internetangebote der Öffentlich-Rechtlichen genau anschaut, dann bemerkt man schnell, dass sie kaum eine Grundversorgung gewährleisten, sondern über-, fehl- und unterversorgen (besonders die Generation bis 35). Die doppelten, dreifachen, vielfachen Strukturen und Angebote der Öffentlich-Rechtlichen sind nicht mehr tragbar.
    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk für alle bedeutet ein besseres und billigeres Medienangebot für alle.

  9. Wir – mein Mann und ich – haben schon vor längerer Zeit aufgehört TV-Sender zu schauen,
    es wäre schön, wenn sich der Anspruch an Qualität der Sendungen, Filme und Serien den man in BBC findet im deutschen Fernsehen auch mal sehen würde.

  10. hallo manchmal frage ich mich ob die leute die das programm machen erst nachmittags anfangen zu arbeiten , weil die guten filme nur am späten abend kommen , Am wochenende kommt nur mist denke das die leute die das programm machen am wochenende nur party machen . oder die arbeiten garnicht in der woche

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