#StrukturellerRassismus, Alltag und Medien

Der von einem Polizist in den USA ermordeten George Floyd hat weltweite Proteste gegen Rassismus ausgelöst – in Deutschland steht die längst überfällige Debatte über Rassismus erst am Anfang.

Ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, es gibt eine Afrodeutsche und PoC Community und geschätzt 40%, die sich der post-migrantischen Kultur zurechnen – alle eint, dass sie potenziell Opfer von offenem aber auch von sogeganntem strukturellen Rassismus werden können, wie Saraya Gomis in der SZ darlegt:

„Rassismus als Struktur ermöglicht, dass Ungleichheit legitimiert und damit „normalisiert“ wird. Wir sprechen da vor allem von historisch etablierten Machtverhältnissen…“

Diese zeigen sich in Form von Diskriminierungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, aber auch in Institutionen wie den Medien, weshalb auch von institutionellem Rassismus gesprochen wird.

Dieser kann sich derart auswirken, dass sich beispielsweise Menschen mit Migrationsgeschichte in Medieninhalten kaum wiederfinden und Journalist*innen mit ebensolchem Background kaum eingestellt werden. Dazu gehört auch, dass wir weiße Menschen Rassismen auch unbemerkt weiter tragen können, wenn wir uns nicht über unsere Privilegien bewußt werden und diese kritisch hinterfragen.

Darüber reden Ferda Atamen und ich heute Abend in der BR Sendung Puzzle – gerne reinschauen!

 

30. Juni 2020 von admin
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