Rundfunkbeitrag durch Barzahlung umgehen?

Telepolis berichtet über den Vorschlag, wie Beitragsgegner/innen und Rundfunkkritiker/innen versuchen, durch Barzahlung der 17,50 Euro den Rundfunkbeitrag zu umgehen. Allerdings beharrt die GEZ-Nachfolgebehörde erwartungsgemäß auf der Zahlung und will gerichtlich gegen die Verweigerer vorgehen.

 

09. Juni 2015 von Christine Horz
Kategorien: Allgemein | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Kurze Aufklärung: Bei der Aktion, den Rundfunkbeitrag nur noch in Bar zu bezahlen, handelt es sich um eine geldpolitische Aktion, nicht um eine medienpolitische: Der wirtschaftspolitische Blogger und Journalist Norbert Häring hat sie angestoßen. Im Kern geht es ihm darum, das Giralgeld zu skandalisieren und zu deligitimieren (nicht die öffentlich-rechtlichen Medien).

    Giralgeld (also alles Geld, was wir auf unseren Konten haben), ist nämlich kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern lediglich eine von den Geschäftsbanken generierte „Forderung auf Geld“. Dadurch, dass diese Forderungen allgemein als Geld anerkannt werden, werden sie zu faktisch zu Geld – das jedoch, z.B. im Fall der Pleite einer Geschäftsbank – weg ist. „Privatgeld“ gewissermaßen…als wenn einer ne Gelddruckmaschine im Keller hat.

    Der Skandal der privaten Schöpfung ist eines der großen Tabus, die seit einigen Jahren aufgedeckt werden. Die Spitze des Absurden ist, dass sogar staatliche (Finanzamt!) und öffentlich-rechtliche Institutionen die Bezahlung in Geschäftsbanken-Geld verlangen und das „echte“ staatliche Geld, das sich in Bargeld manifestiert, nicht mehr zulassen. Das ist im Übrigen gesetzeswidrig. Mittlerweile gibt es eine ganze Bewegung, die sich gegen die private Geldschöpfung richtet – siehe Schlagwort Monetative usw.

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